Wie ein Sturm
Was sich an diesem Tag ereignet hat, ist nicht so leicht zu
verstehen. Kindern kann aber sehr wohl ein Gefühl davon
vermittelt werden, was dieses Fest so besonders macht. Man
könnte die Geschehnisse mit einem Wind oder sogar Sturm, der
vieles in seiner Umgebung aufwühlt, vergleichen.
"Wenn für das Windrad kein Wind weht, steht es untätig
herum. Hauchen wir es jedoch an, kommt es in Bewegung - wie
die Jünger damals. Das Windrad (wir) muss allerdings bereit
sein, seine Flügel in den Wind zu halten: dann wird es nicht
langweilig - nicht bei uns und nicht in der Welt/Kirche.
" (Hoffsümmer)
- Lesen Sie Ihren Kindern die Pfingstgeschichte
(Apostelgeschichte 2,1-11) vor oder erzählen Sie nach.
- Im Heft-Download finden Sie Geschichten, Lieder und
Anregungen für Ihr "Pfingst-Fest" in der Familie.
"Der Geist ist es, der lebendig macht." (Johannes
6,63)
Noch fünfzig Tage nach Ostern sitzen die Jünger Jesu wie
erstarrt und voller Angst in ihrem Versteck. Sie getrauen
sich nicht, hinaus zu gehen und zu verkünden, dass Jesus
auferstanden ist. Pfingsten bringt eine radikale Wende in
ihrem Verhalten. Erfüllt von Kraft und Mut treten sie zu den
Menschen hinaus und erzählen alles, was sie zuerst aus Angst
für sich behalten hatten.
Auch heute gibt uns der heilige Geist für unsere Aufgaben
Kraft und Mut. Erfüllt vom heiligen Geist strahlen wir
Begeisterung und Überzeugungskraft aus.
Das Pfingstfest kann als Gründungsfest der Kirche verstanden
werden.
Als die Jünger zu Pfingsten hinaus gehen, um Jesu Botschaft
zu verkündigen, befinden sich viele Menschen in Jerusalem.
Die Juden feiern an diesem Tag den Bundesschluss mit Gott am
Berg Horeb, nachdem er sie aus Ägypten herausgeführt hatte.
Die Menschen aus vielen verschiedenen Völkern hören die
Worte der Jünger in ihrer eigenen Sprache.
Im heiligen Geist sind in der Kirche alle Christinnen und
Christen verbunden mit Christus und dem Vater und
untereinander. Die Kirche ist "Volk Gottes".
In der Pfingstgeschichte wird deutlich, was sich ereignen
kann, wenn Gottes Geist in dieser Welt wirkt. Die lähmende
Angst der Jünger weicht dort, wo der Glaube an den
Gekreuzigten und Auferstandenen zur Wirkung kommt, bricht
unerwartet etwas auf, wird Gemeinde neu.
An Pfingsten feiern und bestärken wir uns in unserem Glauben
daran,
- dass die Welt nicht so bleiben muss, wie sie ist:
Unerwartete Aufbrüche wird es immer wieder geben.
- dass Gottes Geist bewirkt, dass sich Menschen und Völker
versöhnen und in Freiheit und Solidarität miteinander leben
können.
Die Jünger sprechen zu Pfingsten sehr begeistert und
mitreißend von der Sache Jesu. Wenn wir von jemandem oder
etwas mit Begeisterung erzählen, erzählen wir anders.
Bestimmt jeder von uns ist von jemandem, zum Beispiel von
einem Musiker, einem Popstar oder einem Filmschauspieler
oder ganz jemand anderem begeistert. Oft fasziniert uns auch
eine Sportart, ein Instrument, ein Ehrenamt und was es sonst
noch alles gibt.
Zum Ausprobieren (mit zwei oder mehreren Gruppen):
Jede Gruppe einigt sich auf eine Person oder Sache und hat
die Aufgabe, die anderen ebenfalls zu begeistern.