Unsere Kirchen
Im Jahre 15 v. Chr. wurde Rätien durch die Römer unterworfen.
Die damalige Siedlung auf dem Stadtgebiet von Bludenz wurde
von den Eroberern Ebodurum = Feste genannt. Die römischen
Besatzer waren es auch, die das Christentum nach Bludenz
brachten.
Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfen wir davon ausgehen,dass
es schon im 4. Jhd eine Kirche zum Hl. Lorenz gegeben hat.
Im Jahre 830 wird erstmals eine Kirche in Bludenz urkundlich
erwähnt und im Jahre 940 schenkt Kaiser Otto I.eine Kirche
zum Hl. Lorenz dem Bischof von Chur.Die mündliche
Überlieferung lässt vermuten, dass diese Kirche am Nordhang
des Montikels (Berglein) stand und einer Mure zum Opfer
gefallen ist.
Der Neubau erfolgte, ebenfalls nach mündlicher
Überlieferung, im Zentrum des damaligen Dorfes Bludenz
(heute Rathausgasse 12).
Bludenz wurde im Jahre 1260 zur Stadt erhoben. Im 14 Jhd.
wurde auf dem Plateau des Montikels die Stadtpfarrkirche zum
Hl. Laurentius erbaut. Im Jahre 1491 wurde sie fast zur
Gänze ein Opfer eines Stadtbrandes. Der Wiederaufbau war
1514 abgeschlossen. Im Jahre 1720 erhielt die St.
Laurentiuskirche ihre wunderschönen Altäre aus schwarzem
Marmor.
Auch heute noch wird in der St. Laurentiuskirche, die
aufgrund ihrer exponierten Lage weit ins Tal sichtbar ist,
regelmäßig Gottesdienst gefeiert, so z. B. die
Sonntagsvorabendmesse jeden Samstag um 18:00 Uhr. Aber auch
für Tauf- und Hochzeitsfeiern, Andachten und Besinnungen
wird sie gerne gewählt.
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Ein großen Wachstumsschub erlebte Bludenz am Ende des 19.
und am Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Bau der
Arlbergbahn und die Hochblüte der Textilindustrie. Somit
wurde die Stadtpfarrkirche zu klein. Die ersten Rufe zu
einem Kirchenneubau Mitte 19. Jhd. konkretisierten sich erst
im Jahre 1911 durch die Gründung eines Kirchenbauvereins,
der allerdings im 1. Weltkrieg das gesammelte Geld durch
Kriegsanleihen verlor. 1924 wurde der Verein neu gegründet,
eifrig gesammelt und am
13.12.1931 dem Architekten Otto Linder aus München der
Zuschlag erteilt. Am 3.5.1932 erfolgte der erste
Spatenstich, am
14.10.1934 die feierliche Einweihung durch Bischof Waitz.
Die Gottesdienstzeiten entnehmen Sie bitte auf der
"Nehmen"- Seite der Rubrik "Gebet und
Liturgie".
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Um das Jahr 1300 entstand in Bludenz ein Bürgerspital.
Daneben wurde, wie damals üblich, eine Kirche errichtet.
Deshalb heißt diese Kirche im Volksmund auch Spitalskirche.
In Bludenz ist sie auch bekannt unter dem Namen
"Dreifaltigkeitskirche". Die erste urkundliche
Erwähnung erfolgte im Jahre 1472 anlässlich der Weihe durch
den Churer Weihbischof. Bei den Stadtbränden in den Jahren
1491, 1638 und 1682 wurde die Spitalskirche stets in
Mitleidenschaft gezogen. Die festen Mauern hielten jedoch
stand, so dass jedes Mal instand gesetzt werden konnte.
Heute wird in der SDreifaltigkeitskirche regelmäßig
Gottesdienst in unterschiedlicher Form gefeiert.
Die Gottesdienstzeiten entnehmen Sie bitte auf der
"Nehmen"- Seite der Rubrik "Gebet und
Liturgie".
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Hoch oben im Stadtteil Rungelin (ehemaliges bäuerliches
Dörfchen) steht das schmucke St. Antoniuskirchlein. Es wurde
im Jahre 1668 zu Ehren des hl. Antonius von Padua errichtet.
Die auffallend gute Pflege des Gebäudes und der
Inneneinrichtung lässt den Besucher erahnen, was dieses
Gotteshaus auch heute noch den Bewohnern von Rungelin
bedeutet. So ist es geradezu selbstvertsändlich, dass ein
neuer Erdenbürger dieses Stadtteils in der St.
Antoniuskirche getauft wird. Gottesdienste
unterschiedlichster Form werden regelmäßig angeboten.
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